Dejean

[594] Dejean (spr. döschāng), Pierre François Aimé Auguste, Graf, Entomolog, geb. 10. Aug. 1780 in Amiens, gest. 18. März 1845, studierte Medizin, trat in den Militärdienst, begleitete seinen Vater nach Holland, zeichnete sich später als Regimentskommandeur in Spanien aus, focht als Brigadegeneral im russischen Feldzug, ward 1814 zur Disposition gestellt, war aber 1815 bei Waterloo Napoleons I. Adjutant; nach der zweiten Restauration ward er verbannt, kehrte 1818 nach Frankreich zurück, trat 1824 in die Pairskammer, 1830 wieder in den aktiven Dienst und machte den Feldzug in Belgien mit. Von Jugend auf eifrig mit Entomologie beschäftigt, brachte er während seiner Feldzüge und seines Exils in Kärnten, Krain, Steiermark und Dalmatien sowie durch seine Verbindung mit fast allen Entomologen Europas eine Sammlung zustande, die als die größte und reichste des Kontinents angesehen werden kann. Er lieferte 1821 einen systematischen Katalog der Käfer (2. Aufl. 1833–37) und schrieb: »Iconographie des coléoptères d'Europe« (mit Boisduval und Aubé, Par. 1829–36, 5 Bde.) und »Species générales des coléoptères« (das. 1825–37, 5 Bde.; den 6. Band fügte Aubé hinzu), ein zwar unvollendetes, aber klassisches Werk; »Histoire naturelle et iconographie des coléoptères d'Europe« (mit Boisduval, das 1828–38, 50 Lfgn.).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 594.
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