Gelände

[507] Gelände (Terrain), eine Strecke Land, besonders als Schauplatz kriegerischer Tätigkeit. Man spricht von G. im Gegensatz zu Exerzierplatz, Schießstand, z. B. von Felddienst und Schießen im G. Jede Truppentätigkeit ist abhängig vom G. Man unterscheidet: freies, reines oder gangbares und durchschnittenes (coupiertes) oder ungangbares G. (bei letzterm behindern Gräben, Hecken etc. die Bewegung); ferner: offenes oder übersichtliches und bedecktes oder unübersichtliches G. Abschnitt im G. ist eine Hindernislinie, z. B. ein Fluß. Geländebedeckung hindert die Übersicht, z. B. Wald. Geländeeinrichtung und -Verstärkungs s. Feldbefestigung. Geländeformen sind die einzelnen Teile der Bodengestaltung, Kuppen, Mulden etc. Gegenstände im G. oder Terraingegenstände heißen alle auf der Erdoberfläche befindlichen Örtlichkeiten, wie Wohnplätze. Geländeteile gehören zur Erdoberfläche selbst, wie Erhebungen, Vertiefungen, Gewässer etc. Die Lehre vom G. heißt Geländekunde oder Terrainlehre (s.d.). – Über die Darstellung des Geländes s. Planzeichnen.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 7. Leipzig 1907, S. 507.
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