Hugi

[610] Hugi, Franz Joseph, Naturforscher, geb. 23. Jan. 1796 zu Grenchen im Kanton Solothurn, gest. 25. März 1855 in Solothurn, studierte in Landshut [610] Theologie, dann in Wien Naturwissenschaft und gründete hierauf in Solothurn die Naturforschende Kantonalgesellschaft, das naturhistorische Museum und 1836 den botanischen Garten. Nachdem er eine Zeitlang Direktor des Waisenhauses und Lehrer an der Realschule zu Solothurn gewesen, erhielt er 1833 die Professur der Physik und 1835 die der Naturgeschichte am Lyzeum daselbst, wurde aber 1837 entlassen, weil er zum Protestantismus übergetreten war. 1835 bereiste er für naturwissenschaftliche Zwecke einen Teil von Nordafrika, Sizilien und Italien. Er schrieb: »Naturhistorische Alpenreise« (Soloth. 1830); »Grundzüge zu einer allgemeinen Naturansicht« (Bd. 1: »Die Erde als Organismus«, das. 1841); »Über das Wesen der Gletscher und Winterreise in das Eismeer« (Stuttg. 1842); »Die Gletscher und die erratischen Blöcke« (Soloth. 1843). Vgl. Krehbiehl, Franz Joseph H. in seiner Bedeutung für die Erforschung der Gletscher (Münch. 1902).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, S. 610-611.
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