Kranichfeld [1]

[571] Kranichfeld, ehemals Grafschaft in Thüringen, im Besitz eines gleichnamigen Grafengeschlechts, zerfiel seit 1172 in zwei Teile: Oberkranichfeld, das 1379 beim Tode des letzten Grafen von K. an die Burggrafen von Kirchberg, 1421 an die Grafen von Reuß, 1615 an Weimar, 1620 und 1663 an Gotha kam und 1826 bei der Teilung der gothaischen Lande an Sachsen-Meiningen fiel, und Unterkranichfeld, letzteres nacheinander im Besitz der Grafen von Gleichen, von Reuß-Plauen und von Hatzfeld, nach deren Aussterben es von Kurmainz als heimgefallenes Lehen eingezogen und mit Erfurt vereinigt wurde, bis es 1815 an Sachsen-Weimar fiel.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 571.
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