Luckau

[768] Luckau, Kreisstadt im preuß. Regbez. Frankfurt, früher Hauptstadt der Niederlausitz, an der Berste und der Eisenbahn Falkenberg-Beeskow, 64 m ü. M., hat 3 evang. Kirchen, Gymnasium, Strafanstalt, Amtsgericht, Eisenmoorbad, Zementwaren- u. Ziegelfabrikation, 2 Tabakfabriken, Molkerei, 2 Dampfsägemühlen und (1900) 4380 meist evang. Einwohner. L. ist noch mit Mauern und Gräben umgeben. –

Wappen von Luckau.
Wappen von Luckau.

Im Vertrag von L. 1351 trat Markgraf Ludwig seinen Stiefbrüdern Ludwig dem Römer und Otto die Mark Brandenburg ab. Am 4. Juni 1813 schlugen hier die Preußen unter Bülow und Oppen die Franzosen unter Oudinot. L. kam 1815 an Preußen. Vgl. Vetter, Chronik von L. (neue Aufl., fortgesetzt von Petersen, Luckau 1904).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 12. Leipzig 1908, S. 768.
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