Missouri-Synode

[906] Missouri-Synode, der von nach Amerika ausgewanderten Sachsen gegründete Verband lutherischer Christen, der unter dem Einfluß des Präses Walther (seit 1864) sich prädestinatianischen Ideen (unbedingte Seligkeit einer beschränkten Anzahl von Auserwählten) hingab (seit 1877) und dafür 1881 von der sogen. Ohio-Synode in Bann getan wurde, nachdem sie selbst ähnlich gegen die aus ausgewanderten Bayern bestehende Iowa-Synode wegen angeblicher Laxheit in der Lehre verfahren war. Vgl. Hochstetter, Geschichte der evangelisch-lutherischen M. 1838–1884 (Dresd. 1885); »Statistisches Jahrbuch der deutschen evangelisch-lutherischen Synoden von Missouri, Ohio und andern Staaten für 1904« (Zwickau 1905). S. Lutherische Kirche, S. 876.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 906.
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