Palomīno de Castro y Velasco

[346] Palomīno de Castro y Velasco, Don Acisclo Antonio, span. Maler, geb. 1653 in Bujalance bei Cordoba, gest. 13. April 1725 in Madrid, studierte erst die Wissenschaften, dann die Malerei unter Valdés Leal. 1678 ging er nach Madrid, wo er mit Carreño und Coello in Verkehr trat. 1688 wurde er königlicher Hofmaler. 1697 ging er nach Valencia, wo er unter anderm Fresken in der Kirche San Juan del Mercado ausführte. Später malte er auch in Salamanca, Granada und Cordoba. Bedeutender als seine Gemälde ist sein Buch »El museo pictorico y escala optica etc.« (Madrid 1715–24, 3 Bde.; deutsch, Dresd. 1781), eine Anleitung zur Malerei mit Biographien der berühmtesten spanischen Künstler. – Sein Neffe Juan Bernabé P., geb. 1692 in Cordoba, gest. 1777 in Madrid, war Hofkupferstecher Ferdinands VI.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 15. Leipzig 1908, S. 346.
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