Schlangenbad

[829] Schlangenbad (Karlstaler Bad), Badeort im preuß. Regbez. Wiesbaden, Untertaunuskreis, in einem schönen, waldreichen Tal des Taunus, an der Kleinbahnlinie Eltville-S., 310 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche und (1905) 400 Einw. Die Heilquellen von S. (Zusammensetzung s. Tabelle »Mineralwässer VIII a«) von 29–32° Wärme werden in Bädern gegen Krämpfe, Lähmungen, Hysterie, Neuralgie. Hautkrankheiten. Rheumatismen, Gicht und schleichende, entzündliche Vorgänge in den Unterleibsorganen sowie gegen Gebrechen des Alters angewendet. Zur Trinkkur dienen die sogen. Schlangenquelle und die Marienquelle. Die Zahl der meist weiblichen Badegäste beträgt jährlich ca. 2500. Den Namen hat S. von der dort vorkommenden Äskulapnatter (Coluber flavescens). Vgl. Bertrand, S. und seine Warmquellen (Heidelb. 1878) und die Schriften von Baumann (3. Aufl., Wiesbad. 1894), Großmann (das. 1888), Wolf (das. 1896) und Müller de la Fuente (das. 1901).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 829.
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