Steinmeyer

[912] Steinmeyer, 1) Franz Ludwig, prot. Theolog, geb. 15. Nov. 1812 zu Beeskow in der Mittelmark, gest. 5. Febr. 1900 in Berlin, war Prediger zu Kulm und Berlin, 1852 ordentlicher Professor in Breslau, 1854 in Bonn, 1858 in Berlin, und schrieb unter andern: »Beiträge zum Schrift verständnis in Predigten« (2. Aufl., Berl. 1859–66, 4 Bde.); »Apologetische Beiträge« (1866–73, 4 Bde., 2. Bd. in 2. Aufl. 1882); »Beiträge zur praktischen Theologie« (1874–79, 5 Bde.); »Beiträge zur Christologie« (1880–82, 3 Tle.); »Die Wundertaten des Herrn« (1884); »Die Parabeln des Herrn« (1884); »Die Rede des Herrn auf dem Berge« (1885); »Das hohepriesterliche Gebet« (1886); »Beiträge zum Verständnis des Johanneischen Evangeliums« (1886–93, 8 Tle.); »Studien über den Brief des Paulus an die Römer« (1894–95, 2 Tle.), sämtlich in Berlin. Nach seinem Tod erschienen mehrere Predigtsammlungen und die Vorlesungen über »Homiletik« (hrsg. von Reyländer, Leipz. 1901).

2) Elias, Germanist, geb. 8. Febr. 1848 in Nowawes bei Potsdam, wurde 1870 Hilfsarbeiter am geheimen Staatsarchiv in Berlin, 1873 außerordentlicher Professor an der Universität Straßburg, 1877 ordentlicher Professor an der Universität Erlangen. Er veröffentlichte unter anderm: »Altdeutsche Studien« (mit Jänicke und Wilmanns, Berl. 1871), die althochdeutschen Glossen (mit Sievers, das. 1879–1898, 4 Bde.); »Über einige Epitheta der mittelhochdeutschen Poesie« (Erlang. 1889). Er bearbeitete die dritte Auflage von Müllenhoffs und Scherers »Denkmälern deutscher Poesie und Prosa aus dem 8.–12. Jahrhundert« (Berl. 1892, 2 Bde.) und gab van 1876 bis 1890 die »Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur« heraus.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 912.
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