Tschekiang

[771] Tschekiang, kleinste Provinz von China, am Ostchinesischen Meer, auf der Landseite von Kiangsu, Nganhwei, Kiangsi und Fokiën begrenzt, umfaßt 91,200 qkm mit 11,6 Mill. Einw. Die Küste ist stark gegliedert, buchtenreich (die weite Hangtschoubai im N.) und mit Inseln besetzt; ihre Bewohner sind daher seit alters Seefahrer und Fischer. Das Land ist mit Ausnahme des nördlichsten Teils durchaus hügelig und steigt nach dem Innern bis 1500–2000 m (Tahwangschan, Tiënmuschan) an; der Boden ist fruchtbar und dient in großartigem Maßstab zur Tee- und Seidenkultur. Von den Häfen sind die Hauptstadt [771] Hangtschóu (s. d.) an der Mündung des Tsiëntangkiang mit 300,000, Ningpo (s. d.) mit 260,000 und Wönntschóu mit 80,000 Einw. dem Fremdhandel geöffnet, wovon Ningpo den größten Fremdverkehr besitzt. In Hangtschóu endet von N. her der Kaiserkanal (s. d. 2). Eine volkreiche Stadt ist auch Schauhing (s. d.).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 19. Leipzig 1909, S. 771-772.
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