Arabesken

[638] Arabesken, aus dem Pflanzenreiche entlehnte od. demselben phantastisch nachgebildete Verzierungen, den Arabern, die ihrer Religion nach weder Thiere noch Menschen abbilden durften, nachgebildet; u. da die Mauren sich deren auch bedienten, auch Moresken genannt. Dagegen sind Grotesken od. Grottesken solche phantastische Gebilde, welche außer aus Pflanzenbildern auch wohl noch aus solchen von Menschen-, Thier-, Genien- u. dgl. Gestalten bestehen. Schon die Römer malten in ihren Zimmerverzierungen solche Bilder, welche Johann von Udine zuerst in den Grotten der Ruinen der Bäder des Titus wieder auffand u. sie nachahmte. Daher leitet man auch den Namen. Oft bilden solche eine allegorisch-phantastische Darstellung u. man hat sie mit dem Mährchen in der Poesie verglichen. A. u. Grotesken dienen oft zu Einlassungen anderer Kunstwerke. Berühmt sind besonders die Überreste der Wandmalereien von Pompeji, Stabiä etc., die Raphaelischen A. im Vatican zu Rom, die A. Johanns von Undine u. Per. de Verga sind berühmt. Auch Callot malte ähnliche abenteuerliche Gebilde.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 1. Altenburg 1857, S. 638.
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Bucharin, Nikolaj I.

Philosophische Arabesken

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