Gilliß

[356] Gilliß, James M., geb. 1811 in Georgetown im District Columbia der Vereinigten Staaten von Nordamerika, trat 1827 als Seecadet in die amerikanische Kriegsmarine u. wurde 1833 Lieutenant bei derselben, studirte darauf in Charlottesville u. Paris Mathematik u. Physik, wurde 1836 Assistent beim Depôt of Charts and Instruments zu Washington u. kurze Zeit darauf Director dieser Anstalt, bewirkte 1842 beim Congreß die Gründung des Naval Observatory zu Washington, unternahm darauf eine zweite Reise nach Europa, um die bedeutendsten Sternwarten zu besuchen, commandirte 1849–1852 die United States Naval Astronomical Expedition to the Southern Hemisphere, wo er Santiago in Chile zum Sitz seiner Beobachtungen (Bestimmung der Sonnenparallaxe durch Beobachtung der Venus) wählte; er schr.: Report on the erection of the Depôt of Charts and Instruments, Washington 1845; Magnetical and meteorological Observations, ebd. 1845; Astronomical Observations, ebd. 1846; The U. S. Naval Astronomical Expedition to the Southern Hemisphere during the years 1849 bis 1852, ebd. 1855–59, 6 Bde.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 356.
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