Johanniterinnen

[22] Johanniterinnen (Hospitaliterinnen vom Orden des St. Johannis von Jerusalem), im 13. Jahrh. in Frankreich gestiftet, besaßen mehrere Hospitäler (zu Beaulieu, st. Martin, Toulouse, Fieux) u. standen unter dem Großpriorat von St. Gilles. 1610 wegen zu freien Lebens von der Gräfin von Vaillac reformirt, begaben sie sich 1624 in den Schutz des Johanniterordens u. erhielten 1644 neue Satzungen; sie theilten sich in: Gerechtigkeits-, dienende Amts- u. Laienschwestern. Tracht: weite, schwarze Röcke mit schwarzwollenem Gürtel, Kreuz von Leinwand über der Brust od. kleiner an der linken Seite, große Schnabelmäntel mit gleichem Kreuz u. Schnur mit den Werkzeugen des Leidens Christi. Die Gerechtigkeitsschwestern auch goldene, weiß geschmelzte Kreuze u., so wie die Amtsschwestern, goldene Fingerringe; wurde 1789 aufgehoben.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 9. Altenburg 1860, S. 22.
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