Kreuz [1]

[797] Kreuz (gr. Stauros, lat. Crux), 1) Figur, welche aus zwei Theilen besteht, von denen der eine quer über den anderen geht; 2) Werkzeug der Todesstrafe, bestehend aus Einem Pfahl (Skolops, Crux simplex), an welchem der Delinquent mit, auf den Rücken gebundenen Händen befestigt od. angespießt wurde (Impalatio, Skolopsis); od. aus zwei in einander gefügten Pfählen, mit der Form X (Cruxdecussata), od. (Crux commissa), od. † (Crux immissa), od. aus vier Theilen, dem Pfahle (Crux), dem Querbalken, an welchen die Arme befestigt wurden (Patibulum, Antenna), Sitz in der Mitte (Sedile, Staticulum), dem Gekreuzigten zu einem Anhaltepunkte, dem Henker zu einem Auftritte bei Befestigung der Arme des Missethäters dienend, u. dem Klotz (Suppedaneum), auf welchem die Füße des Letzteren ruhten u. angenagelt wurden. Daher die russischen Raskolniken das dreifache Kreuz Kreuz [1] führen. Da Petrus mit dem Kopfe nach unten gekreuzigt sein wollte, so nennt man die umgekehrte Form der Crux immissa Kreuz [1] ein Petruskreuz. Neuere Forschungen haben ergeben, daß die älteste Form des Kreuzes (welche höchst wahrscheinlich auch bei der Kreuzigung Christi diente) die Crux commissa war. Bei den Römern wurde die Kreuzesstrafe nur an Sklaven u. an Proletariern, bes. bei Diebstahl, Mord u. Mordbrennerei, bei den Carthagern auch an anderen Verbrechern angewendet. Nach Geißelung (s.d.) wurde der Verbrecher, sein K. od. wenigstens den Querbalken tragend, durch die Hauptstraßen zum Richtplatz geführt, entkleidet u. an Händen u. Füßen (letztere nicht über, sondern neben einander) durch Nägel u. Stricke an das K. befestigt. Die Ursache der Strafe wurde ausgerufen, od. durch eine, von dem Richter geschriebene Tafel (Album, Leukoma), den Namen, das Vaterland u. das Verbrechen des Missethäters enthaltend, vor demselben hergetragen, demselben auf die Brust, den Rücken, auch wohl oben an das K. gehängt. Der Gekreuzigte starb eines langsamen Todes nach 2–3 Tagen. Daher reichte man demselben gewöhnlich vor od. während der Kreuzigung einen betäubenden Tran u. ließ durch Zerschlagen der Beine, auch Schläge auf die übrigen Glieder u. auf die Brust od. durch einen Stich ins Herz die Leiden abkürzen. Der Leichnam blieb bis zur Verwesung hängen. Erst Constantin der Große schaffte die Kreuzesstrafe aus Ehrfurcht vor Christus ab.

Das K. galt als Zeichen des Todeswerkzeuges Christi schon vor Tertullians Zeiten als ein heilige Symbol der Christen, welche damit die Stirne bezeichneten, indem sie mit dem Daumen darauf ein sogenanntes Griechisches K. (s. unten) zogen. Seit dem 6. Jahrh. bezeichnet man in dieser Weise auch Mund u. Brust, als Ausdruck der Aufopferung des Denkens, Sprechens u. Handelns. Diese Art der Selbstsegnung nennt man das Deutsche[797] K. Seit dem 8. Jahrh. ist auch noch eine andere Segnungsweihe im Gebrauch, das Lateinische K., wobei zuerst die Stirne, dann die Brust, darauf die linke u. die rechte Schulterberührt wird (s. unten), so daß die Kreuzform zur Darstellung kommt; dies heißt auch Kreuzschlagen. Diese Segnungsform wird vor u. nach dem Gebete u. bei sonstigen kirchlichen Gelegenheiten angewandt. Werden aber andere Gegenstände, Personen od. Sachen gesegnet, wie bei der Taufe, der Beichte, Firmung etc., so wird dieses Zeichen in der Luft über die Personen od. Sachen gemacht. Die Abendländer ziehen die Querlinien von der linken zur rechten, die Morgenländer von der rechten zur linken Schulter. Die dabei gesprochenen Worte sind: Im Namen des Vaters, des Sohnes u. des Heiligen Geistes, od.: Ehre sei dem Vater etc., od. ähnliche. Bald, bes. nach der Constantin gewordenen Kreuzeserscheinung vor seinem Siege über Maxentius, fing man an, das K. bald ohne, bald mit dem Bildniß des Gekreuzigten (daher Crucifix), plastisch abzubilden od. zu malen. Constantin ließ zum Andenken an jene Erscheinung nicht nur an öffentlichen Orten Kreuze aufstellen, sondern nahm dieses Zeichen auch in seine Kriegsfahne (s. Labarum) auf. In der letzten Hälfte des 4. od. zu Anfang des 5. Jahrh. fing man an, die Kirchen u. Altäre durch Kreuze zu schmücken, so wie man auch Kreuze auf den Gräbern der Märtyrer errichtete; daher die Sitte, den Verstorbenen Monumente in Form eines Kreuzes zu setzen. Christliche Nationen pflanzten dieses Zeichen bei Eroberung heidnischer Städte auf. Desgleichen wurde der Ornat der vornehmern Geistlichen mit Kreuzen auf der Brust geschmückt u. den Processionen Kreuze vorgetragen, u. zwar dem Papste u. seinen Legaten ein dreifaches (s. oben), dem Patriarchen ein doppeltes (Kreuz [1]), dem Bischofe u. den gewöhnlichen Processionen ein einfaches. Auch bei Leichenbegängnissen ist dies noch üblich. Mit dieser Symbolik des Kreuzes hängt auch die Kreuzverehrung zusammen. Aus der Katholischen Kirche ging der Gebrauch des Kreuzes in die Protestantische Kirche mit über. Luther empfahl das Zeichen des Kreuzes als Erinnerungszeichen an den Versöhnungstod Jesu beim Morgen- u. Abendgebet, bei der Taufe u. beim Abendmahl. Wenn dem Kreuzzeichen eine gewisse Kraft zugeschrieben worden ist od. wird, so gründet sich dieser Glaube nicht auf das plastische Zeichen, sondern auf die Segnung u. den Kreuzestod.

Die Sitte, daß des Schreibens Unkundige statt der Namensunterschrift drei Kreuze († † †) zeichnen, findet sich schon im 6. Jahrh., u. dadurch sollte der Schreiber an die Pflicht der Wahrhaftigkeit bei seiner Namensunterschrift erinnert werden. Es war dieses Zeichen überhaupt bei Urkunden gewöhnlich, bes. unterließen es Geistliche bei ihren Unterschriften nie, u. die Bischöfe setzten es, zur Auszeichnung ihrer Würde, bei Unterschriften vor ihren Namen. Eben so findet man dasselbe häufig im Eingange von Diplomen u. anderen Handschriften statt der Anrufung des Namen Gottes. Bes. häufig sind Kreuze in den ältesten Urkunden des 5. Jahrh. Das K. ist entweder Andreaskreuz ✕ (Crux decussata, C. andreana); gewöhnliches Kreuz † (Cr. ordinaria); Sternkreuz Kreuz [1] (Cr. stellata, composita); bekleidetes Kreuz, mit Zierden od. zur Unterscheidung von anderen, z.B. Rautenkreuz Kreuz [1] (Cr. rhombo inclusa). Der Theil der Diplomatik, welcher von den Kreuzen handelt, heißt Kreuzlehre od. Staurologie. Gewöhnlich sind die Kreuze mit schwarzer Tinte gezeichnet; die griechischen Kaiser schrieben ihre Kreuze mit rother Tinte (Encaustum), u. manche andere Regenten ahmten diese Sitte nach. Dagegen machten die byzantinischen kaiserlichen Prinzen ihr Kreuzzeichen mit grüner Tinte. Die englischen Könige vor der normannischen Eroberung unterzeichneten ihre Urkunden mit goldenen Kreuzen, statt eines Siegels od. sonstiger Unterschrift. Auch trifft man bisweilen blaue u. silberne Kreuze. Eingeführt wurden die Kreuze in Urkunden aus Unkunde des Schreibens; die Ausfertigungen der Kreuze geschahen bald mit der Feder od. dem Schreiberohr, bald durch Zeichnen mittelst einer Chablone, od. sie waren in Metall, Blech od. ein Stück Elfenbein eingezeichnet, bald durch einen Stempel od. einen Ring mit einem Stempel. Die Kreuze schmückten Fahnen, Helme u. Waffenstücke, Kronen, Scepter, Reichsäpfel, Wappen, Denkmäler, sie kamen in Büchern u. Briefen als Paragraphen u. kritische Zeichen in mancher Form vor; in Briefen vor dem Anfang u. vor dem Ende des Briefs. Selbst in den Copialbüchern der Klöster trifft man bisweilen solche Originalkreuze von Schenkern, welche das Kloster besuchten, ein Andenken zurückließen u. durch Eintragung des Geschenks geehrt wurden. Auf Münzen u. Siegeln bedeutet es die Stelle, wo man die Umschrift zu lesen anfangen soll; wird aber seit dem 15. Jahrh. durch andere Zeichen ersetzt.

Die Kreuze im Wappen, deren Ursprung bei alten Familien wohl in den Kreuzzügen zu suchen ist, zerfallen in drei Hauptklassen: A) das Gemeine K. + (Georgenkreuz, Griechisches K., wenn es schwebend ist), besteht aus einem Pfahl, auf dessen Mitte ein Querbalken liegt u. soll 2/3 des Schildes ausfüllen. Liegt der Querbalken nicht auf der Mitte des Pfahls, sondern auf dem oberen Drittel desselben, so daß der untere Arm etwa doppelt so lang, als der obere, ⊤ so heißt es ein Lateinisches K. Die Veränderungen, welche es erfährt, betreffen den inneren Platz, wo es ausgebrochen (gepflückt) wird; od. die Grenzlinien, wo es bordirt, gezinnt, geastet, gekerbt, gefluthet wird; od. die Enden, bes. beim schwebenden, wo es eigene Namen hat; od. endlich den Pfahl im Querbalken selbst. Auch wird es oft aus ganz anderen Dingen gebildet. Es heißt aber Absatzkreuz (Stufen-, Säulen-, Staffel-, Schwellenkreuz), wenn an allen Enden desselben sich Stufen, Ankerkreuz, wenn sich ankerförmige Haken daselbst befinden. Das Apfelkreuz (Ballen-, Kugelstab-, Pilgrimkreuz), ist an den Enden mit Kugeln oder Äpfeln versehen; das Astkreuz hat Auswüchse am Rande wie Äste; das ausgerundete K. (Tatzen-, Pattenkreuz, u. weil es die Herzöge von Mantua so führten, Mantuanisches K.), ist an seinen vier Ecken ausgebogen; das Drachenschwanzkreuz endigt sich in Drachenschwänzen; das Dreiblattkreuz (Kleeblatt-, Lazaruskreuz) in Kleeblättern. Beim Gabelkreuz sind die Enden wie Gabeln gestaltet u. beim eingebogenen Gabelkreuz (Zirkelkreuz) biegen sich diese einwärts. Das Hakenkreuz hat am Ende Haken, das Kronenkreuz Kronen, das [798] Krückenkreuz kleine Querbalken, u. es heißt wiedergekrückt, wenn die Enden noch einmal Querbalken haben; u. halbgekrückt, was sich bes. in vielen polnischen Wappen findet, wenn nur an einem od. einigen Enden ein halber Querbalken ist; das Katharinenkreuz ist ein durch ein Rad gestecktes Krückenkreuz, welches man oftmals bei den Wappen der Ritter des 10. Jahrh. findet, die eine Wallfahrt nach dem Gelobten Lande unternommen hatten. Das Lilienkreuz ist an den Enden mit Lilien geziert; kommen noch Kugeln hinzu, so wird es ein Lilienscepterkreuz. Das Malteserkreuz ist an den Enden sparrenweise eingeschnitten u. verengt sich am Herzen schmal; das Nagelspitzkreuz hat am unteren Ende eine Nagelspitze. Das Schachkreuz ist mit Schach überzogen; ein Rautenförmiges K. mit Rauten; das Schlüsselkreuz (Ringkreuz, Tolosanisches K.) schließt sich an den Enden in Gestalt eines dreieckigen Schlüsselringes; das Sternkreuz (Strahlkreuz) spitzt sich gegen die Enden zu, das Strahlspitzenkreuz endigt sich in Dreiecken. Ein Wiederkreuz ist an den Enden noch einmal gekreuzt. Die meisten dieser Kreuze sind schwebend. Aus anderen Dingen zusammengesetzt ist das Haselnußkreuz (Avellana), welches durch vier mit den Stielen kreuzweis gegen einander stehende Haselnüsse gebildet wird u. in englischen Wappen vorkommt; das Hermelinkreuz, welches aus vier Hermelinschwänzen besteht; das Mühleisenkreuz ist ein durchbrochenes Ankerkreuz, welches aus vier Mühleisen, das Pfeilkreuz, welches aus vier Pfeilen zusammengesetzt ist. Das Rautenkreuz besteht aus lauter Rauten, das Münzkreuz aus Münzen, das Schiffseilkreuz, (Seilkreuz) aus zusammengeflochtenen Seilen, das Schlangenkreuz aus vier halben Schlangen; haben diese zwei Köpfe, so nennt man es ein Doppeltes Schlangenkreuz. Das Ständerkreuz ist aus vier gegen einander gebohrten Ständern od. Sturmpfählen gebildet. Hohes K. (Passionskreuz), ist ein solches, wo die Querbalken nicht auf der Mitte des Pfahls, sondern höher stehen, u. welches immer schwebend erscheint, es wird ein Jakobskreuz, wenn die oberen Enden lilienförmig ausgehen u. es doch in ein Kugelstabkreuz endigt. Ist der Pfahl des Hohen Kreuzes gebogen, wie es in polnischen Wappen viel vorkommt, so heißt es ein sparrenweis gebogenes K. Das Patriarchenkreuz (Lothringisches, Spanisches Doppelkreuz) hat zwei Querbalken, von denen der obere der kürzere ist, zuweilen u. namentlich in Polen ist auch der eine Balken nochmal gekreuzt od. auch nur halb sichtbar. B) Das Andreaskreuz (Burgundisches K., Santoir, Geschobenes, Schräges K.) ✕, dessen beide Seiten Flanken genannt werden, ist aus zwei über einander gelegten Schrägbalken, einem rechten u. linken gebildet, erleidet nur an seinen Grenzlinien, nicht aber an den Enden Veränderungen u. erscheint oft schwebend. C) Das Schächerkreuz (Gegabeltes K., Gabel, Winkelstreif) Kreuz [1], entsteht, wenn zwei aus den Oberecken hervorkommende halbe Schrägbalken sich in der Mitte des Schildes mit einem aus dem Fußrande hervorkommenden halben Pfahl vereinigen. Ist das Dreieck, welches die Schrägbalken im Schildeshaupt bilden, mit der Tinctur des Kreuzes bedeckt, so heißt es ein Gefülltes Schächerkreuz. Kreuze, welche nur wenig Breite haben, wohin jedoch nicht die verschiedenen Arten der schwebenden nach ihren Enden benannten Kreuze gehören, heißen Gemeiner od. Andreaskreuzfaden od. Gabelstreife; eingeschaltet sind diejenigen Figuren, welche sich in den Winkeln des Kreuzes befinden. Die Wiederholung der Kreuzfäden im Schilde, sowohl der des Gemeinen, wie des Andreaskreuzes bilden das Gitter (Netz), welches enges Gitter od. enggegittert wird, wenn die Zwischenräume nur klein sind; eine Section od. Figur damit überzogen heißt gegittert.

Kreuze dienen auch als Ordenszeichen (s. Orden, Ordenszeichen) u. als Schmuck am Hals der Frauen von Gold, Silber etc., mit od. ohne Steine; nach der Form erhielten diese Kreuze wieder mehre Namen, z.B. K. à la Jeanette, meist parallel laufendes Andreaskreuz von Stahl, welches an einer Schnur, die oben durch ein Herz geht, hängt. Kreuze dienen auch als Zeichen: a) in der Mathematik Stehendes K. ( + ), Additionszeichen; Liegendes K. (Kreuz [1]), Multiplicationszeichen; b) bei Thermometerangaben bezeichnet das Zeichen + die Grade über 0; bei Réaumur u. Celsius also die Grade über dem Eispunkt, vgl. Thermometer; c) in der Pharmacie so v.w. Essig od. d) so v.w. Tiegel; e) (✕) so v.w. Talk; f) punktirtes Andreaskreuz (※), so v.w. Destillirter Essig. 3) (Mus.), die Vorzeichnung st, wodurch die betreffende Note um einen halben Ton erhöht wird; der Name derselben erhält die Sylbe is (z.B. c in cis) angesetzt; 4) so v.w. Göpelkreuz, s.u. Göpel 2) A); 5) eine Vorrichtung, durch welche eine Stangenkunst mit den Kolbenstangen eines Pumpwerkes in Verbindung gesetzt wird; 6) an Säbeln, Theil zwischen Griff u. Stichblatt, nebst der Parierstange u. dem Bügel; 7) (Krücke), Werkzeug in Gestalt eines T, womit die gedruckten Bogen auf die Trockengestelle gebracht werden; 8) (Seew.), der unterste Theil des Ankerschaftes, wo sich die Außenseiten der Arme zu einer Spitze vereinen; in K. brassen, die Raaen senkrecht auf die Kielebene stellen (vierkant); K. in den Ankertauen od. Ketten, unklare Stellung derselben vor dem Klüsen; Kreuzmast, so v.w. Besahnmast; Zusammensetzungen der Namen von Bestandtheilen dieses Mastes: Kreuzbramsegel, Kreuzraa, Kreuzoberbramraa etc., Kreuzmars; 9) (Geol.), ein K. bildet sich, wenn die Gänge einander durchschneiden (übersetzen), geschieht dies im rechten Winkel, so ist es ein rechtes K. (Winkelkreuz), in einem Winkel von 45–70°, Andreaskreuz, in einem Winkel unter 45° u. in einem spitzigen Winkel, ein Schaarkreuz; 10) bei vierfüßigen Thieren die untere mittlere Stelle des Rückens, vgl. bes. Pferd; 11) bei Menschen die unterste Gegend des Rückens zwischen den Hüften, u. K. des Hinterhauptbeins, s.u. Schädelknochen.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 9. Altenburg 1860, S. 797-799.
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