Kreuth

[796] Kreuth (Kreit), Dorf im Landgericht Tegernsee des baierischen Kreises Oberbaiern, hier Denkmal für König Maximilian I., schwefelhaltiges Mineralbad (Wildbad), mit Molken- u. Kräutercuranstalt. Schon seit Anfang des 16. Jahrh. wurde die Mineralquelle zum heiligen Kreuz von den Mönchen in Tegernsee u. den Landleuten der Umgegend benutzt; dem Auslande wurde sie erst seit 1817 bekannt, als König Maximilian I. von Baiern das Kloster aufgehoben u. die Herrschaft Tegernsee gekauft hatte. Das Bad wurde 1818 eröffnet, u. es kamen dazu noch die kalten Schwefelquellen in Schwaighof, im Stinkergraben u. am Gernberge. Sie werden innerlich u. äußerlich angewandt; Soolbäder sind in dem nahen Rosenheim. Noch berühmter als die Schwefelbäder ist die Molkentrinkanstalt, in der die Molken aus der Milch der Alpenziegen gewonnen u. mit Mineralwässern od. frischen Kräutersäften gebraucht werden. Schöne Umgebungen u. herrliche Aussichten vom Planberge u. der Königsalpe. Vgl. Tegernsee; Krämer, Die Molken- u. Badeanstaltin K., Münch. 1829.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 9. Altenburg 1860, S. 796.
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