Nossen

[132] Nossen, 1) Gerichtsamt im königlich sächsischen Kreisdirectionsbezirk Dresden mit 19,380 Ew.; 2) Amtsstadt darin, an der Mulde; Schloß, Superintendentur, Schullehrerseminar, Buchdruckerei, Papierfabrik, Marktschuhmacherei; 2200 Ew. In der Nähe Ruinen des ehemaligen Cistercienserklosters Altzelle od. Klosterzelle (jetzt Kammergut) mit Begräbnißkapelle der meißnischen Markgrafen von 1189–1380, s. Altenzelle. Auf der Burg N. saßen schon 1185 die Herren von Nossen (Nuzzin), welche diesen ihren Stammsitz 1315 an den Bischof zu Meißen verkauften, von welchem Burg u. Stadt im J. 1436 an das Kloster Altzelle gelangte; 3) Groß-N. u. Klein-N., zwei Dörfer im Kreise Münsterberg des Regierungsbezirks Breslau der preußischen Provinz Schlesien; Mineralquellen; 700 u. 200 Ew.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 12. Altenburg 1861, S. 132.
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