Schlesien [1]

[235] Schlesien, 1) sonst Herzogthum, zu beiden Seiten des obern Oderthals, fast dreimal so lang als breit, begrenzt von Polen, Mark Brandenburg, der Nieder- u. Oberlausitz, Böhmen, Grafschaft [235] Glatz u. Mähren; gehörte erst zu Polen, dann eigenen Herzögen, wurde böhmisches Lehn u. bildete als eigenes Herzogthum mit diesem Königreich einen Appendix zum Deutschen Reich, kam mit Böhmen im 15. Jahrh. an Österreich u. nach Aussterben der einzelnen Lehnherzöge ganz an dieses; 1740 trat es Maria Theresia, mit Ausnahme eines kleinen südlichen Theils, an Preußen ab, s. Schlesien (Gesch.). 2) Das nun preußische S. nach seinen alten Grenzen wurde A) vor 1815 in Ober- u. Niederschlesien u. in die Grafschaft Glatz u. diese Länder in die Departements der königlichen Kammern zu Breslau u. Glogau getheilt. Niederschlesien umfaßte die unmittelbaren Fürstenthümer Breslau, Brieg, Schweidnitz, Jauer, Liegnitz, Wohlau u. Glogau, die mittelbaren Fürstenthümer Sagan, Öls u. Carolath, die freien Standesherrschaften Militsch, Trachenberg, Wartenberg u. Goschütz u. die Minderherrschaften Neuschloß, Freihan u. Sulau; Oberschlesien begriff die unmittelbaren Fürstenthümer Oppeln u. Ratibor, das mittelbare Fürstenthum Münsterberg, den preußischen Antheil an den mittelbaren Fürthümern Neisse, Troppau u. Jägerndorf, die freien Standesherrschaften Pleß u. Beuthen u. die freie Minderherrschaft Loslau. Zu dem Departement Breslau gehörten ganz Oberschlesien, die Fürstenthümer Breslau, Schweidnitz, Münsterberg, Brieg u. Öls, die Standesherrschaften Wartenberg u. Goschütz u. die Grafschaft Glatz; zum Departement Glogau das übrige Niederschlesien. Unter Mittelschlesen verstand man die niederschlesischen Fürstenthümer der Breslauer Kriegs- u. Domänenkammer, auch wohl mit Einschluß der Fürstenthümer Jauer u. Liegnitz. B) Seit 1815 Provinz des preußischen Staats, gebildet aus dem Herzogthum S. preußischen Antheils, der Grafschaft Glatz, einem Theile des ehemaligen Kreises Krossen u. aus dem preußischen Antheile an der Oberlausitz; grenzt an Brandenburg, Posen, Polen, Krakau u. Galizien, Österreichisch S., Mähren, Böhmen, das Königreich Sachsen u. die preußische Provinz Sachsen u. enthält 741,74 QM. Die Oberfläche dieser Provinz ist mehr welliges u. ebenes Tiefland, indem die ganze rechte Oberseite eine Fläche mit niedrigen Höhenzügen bildet, die linke ist längs der österreichischen u. sächsischen Grenze Gebirgsland, übrigens aber Hügelland u. nördlicher auch die Ebene. Das Hauptgebirge sind die Sudeten (s.d.), welche bis zu 5000 Fuß ansteigen, mit ihren Theilen: Wohlischer Kamm, Isergebirge, Riesengebirge, Glatzer Gebirge u. Schlesisch-Mährische Gebirge (s.d.a.), durch das Gesenke nähern sie sich den Karpaten. In das Innere laufen niedrigere Bergketten, die Schweidnitzer, Striegauer, Jauerschen Berge u. das Zobtengebirge. S. hat seine Hauptabdachung nach Nordwesten u. dort ist das Land zum Theil sandig u. sumpfig. Flüsse: die Oder als Hauptfluß, die Provinz nach ihrer ganzen Längenausdehnung durchschneidend, nimmt rechts die Ölsa, Ruda, Birawki, Klodnitz, Malapane, Brinitza, Stobera, Minuiska, Weide, die Kleine Lohe, Jüseritz u. Bartsch, u. links die Oppa, Zinna, Hotzenplotz, Schlesische Neiße, Ohlau, Lohe, Weistritz (Schweidnitzer Wasser), das Neumarkter Wasser, die Katzbach, Steinau, Herzogsgraben, Weißfurth, Sieger u. Schwarzgraben u. außerhalb der Provinz den Bober mit dem Queis u. die Neiße auf. Andere Flüsse sind: die Spree, Schwarze Elster u. die Weichsel, die Elbe, Isar u. die Morawa (March, hier entspringend). Schiffbare Kanäle sind: der Klodnitzkanal, welcher die oberschlesischen Berg- u. Hüttenerzeugnisse nach der Oder führt, u. der unterirdische Kanal zu Weißenstein bei Waldenburg zur Ableitung der Grubenwasser u. zum Steinkohlentransport dienend. Laudseen hat die Provinz über 100, aber alle von geringem Umfange; der größte ist bei Schlawa, 1 Meile lang, 1/2 Meile breit. Im Ganzen ist S. fruchtbar u. wohlangebaut, am fruchtbarsten auf der linken Oderseite, am unfruchtbarsten im höhern Gebirge u. auf der rechten Oderseite, die sandigen, sumpfigen u. kalten Landstriche hier sind aber sehr verbessert u. urbar gemacht worden. Producte: Getreide aller Art, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Öl- u. Gartengewächse, Flachs, Obst, etwas Tabak, Hopfen, Färberräthe, Färberscharte, geringer Wein (Grünberger), ansehnliche Waldungen, Vieh (bes. Schafe, deren Zucht auf einem hohen Grad der Vollkommenheit), Pferde (königliches Landgestüt zu Leubus), Fische, Wild. Von Mineralien liefert S. viel Eisen, Zink u. Galmei, etwas Silber, Kupfer, Blei, Kobalt u. Arsenik, Steinkohlen, Torf, Schwefel, Vitriol, Salpeter, Alaun, Töpfer- u. Porzellanthon, Walkererde, Marmor, Dachschiefer, Mühl-, Schleif- u. Quadersteine, Kalk, Gyps, Feld- u. Schwerspath, einige Edelsteine (bes. Chrysoprase), viele Mineralquellen aber kein Küchensalz. Die besuchtesten der 33 Mineralbäder sind: Warmbrunn u. Salzbrunn, dann Landan, Reinerz, Cudowa, Altwasser, Charlottenbrunn, Flinsberg. Einwohner: Ende 1858: 3,269,613 (also 4408 Ew. auf 1 QM.), unter ihnen waren 1,632,026 Evangelische, 1,593,743 Katholiken, je 8 griechisch-katholische u. Mennoniten, 4780 Deutschkatholiken, 39,045 Juden; Brüdergemeinden sind zu Gnadenfels, Gnadenfrei, Gnadenberg, Neusalz u. Niesky; diese bewohnen 143 Städte, 36 Marktflecken u. 4864 Dörfer u. Colonien, sind Deutsche od. Slawen (letztere polnischen u. wendischen Stammes), welche deutsch, polnisch u. wendisch reden, beschäftigen sich mit Ackerbau, Vieh- (bes. Schaf-) zucht, Bergbau u. Industrie, wichtig sind Leinwand- u. Schleierfabrikation (Hauptsitz im Gebirge), die Tuch- u. Baumwollenfabrikation, das Eisenhüttengewerbe nebst der Zinkfabrikation (in Oberschlesien). Unter den Fabriken S-s verdienen noch bes. angeführt zu werden: die Baumwollen-, Papier-, Band-, Strumpf-, Tabaks-, Stahlwaarenfabriken, Glashütten, Töpfereien, Gerbereien, Färbereien, Branntweinbrennereien, die Fayence- u. chemischen Fabriken, die Holzwaarenfabrikation, die Runkelrübenzucker- u. Stärkefabriken, die Zuckerraffinerien etc. Berühmt sind die Leinwand- u. Garnbleichen (am Bober u. am Queis). Der Handel ist gegen früher, wo der jetzt fast ganz gesunkene Zwischenverkehr nach Polen u. Rußland blühte, doch noch bedeutend u. wird durch die Oder, gute Chausseen u. Eisenbahnen (Oberschlesische [Breslau-Oppeln-Myslowitz], Niederschlesisch-Märkische [Berlin-Breslau], die Breslau-Posener, die Breslau-Schweidnitzer, Schlesisch-Sächsische [Görlitz-Dresden] u. mehre Zweigbahnen) gefördert. Ausgefahren wird bes. Wolle, Leinwand, Tuch- u. Baumwollenwaaren u. Krapp. Haupthandelsplatz ist Breslau; ferner Görlitz, Grünberg, Hirschberg, Landshut, Lauban, Liegnitz, Schmiedeberg, Schweidnitz u. Waldenburg. Man rechnet jetzt in S. im Handel nach preuß. Courant, sonst aber nach Schlesischen Thalern, wovon 171/2 auf die feine Mark[236] gingen u. das Stück, den Friedrichsd'or zu 5 Thlrn. gerechnet, 18 Gr. 3–4 Pf. galt; 1 Schlesischer Thaler ist = 191/5 Gr., = 24 Sgr., = 36 weiße Gr., = 72 Kreuzer, = 96 Gröschel, = 288 schlesische Pf. od. Denare. Die alten Maße u. Gewichte, welche bis 1815 noch theilweise im Gebrauch waren, kommen jetzt nicht mehr vor, ausgenommen etwa der Schlesische Morgen (2,19 preußische Morgen) u. der Schlesische Scheffel (1,36 preußische Scheffel). Unterrichtsanstalten: Universität zu Breslau mit medicinisch-chirurgischer Lehranstalt, königliche Ritterakademie zu Liegnitz, 20 Gymnasien (4 zu Breslau, 2 zu Glogau, dann zu Brieg, Ols, Glatz, Schweidnitz, Oppeln, Gleiwitz, Ratibor, Neiße, Leobschütz, Liegnitz, Hirschberg, Görlitz, Lauban u. Sagan), Pädagogium u. Akademisches Collegium der Herrnhuter zu Niesky, Cadettenhaus zu Wahlstadt, Lyceum zu Jauer, 6 Schullehrerseminare (Breslau, Münsterberg, Steinau, Prifkretscham, Oberglogau u. Bunzlau); 4 Real-, 3 höhere Bürger-, 5 höhere Töchterschulen, 2 Provinzialgewerbschulen zu Liegnitz u. Görlitz, Alumnat für katholische Geistliche zu Breslau; 2 Hebammeninstitute zu Breslau u. Oppeln; Taubstummen- u. Blindeninstitut, großes Waisenhaus in Bunzlau, Kunst- u. Baugewerkschule in Breslau, jüdische Gelehrte Schulen in Breslau u. Glogau. Gelehrte Gesellschaften: Schlesische Gesellschaft für vaterländische Cultur, Philomatische u. Missionsgesellschaft, alle zu Breslau; Oberlausitzer Gesellschaft der Wissenschaften u. Naturforschende Gesellschaft, beide zu Görlitz. Eintheilung: in 3 Regierungsbezirke (Breslau, Liegnitz u. Oppeln) u. 57 landräthliche Kreise, deren Regierungen unter dem Oberpräsidenten stehen. Die. Eintheilung in Fürstenthümer, Standes- u. Minderherrschaften findet jetzt nur noch in juristischer u. landwirthschaftlicher Hinsicht Statt. Der Bergbau der Provinz wird von dem Oberbergamt zu Brieg geleitet, u. zwar in 4 Revieren (das jauersche, schweidnitzer, münsterberg-glatzer, oberschlesische). Die Kirchenverwaltung der protestantischen Bevölkerung ist einem Consistorium u. einem Generalsuperintendenten in Breslau untergeben, die der Katholiken dem Fürstbischof von Breslau, mit Ausnahme der Grafschaft Glatz, welche dem Erzstift Prag, u. des Districts Katthar in Oberschlesien, welcher dem Erzstift Olmütz untergeordnet sind. Die Provinzialstände bestehen aus 4 Ständen (92 Mitgliedern), nämlich 10 aus dem ersten Stande, wegen der Fürstenthümer Öls, Jägerndorf, Troppau preußischen Antheils, Sagan, Trachenberg, Carolath-Beuthen, Ratibor u. Pleß (jedes 1 Virilstimme), ferner haben der Graf Henckel von Donnersmarck, der Prinz Biron von Kurland, der Graf von Maltzan, der Graf von Reichenbach-Goschütz, der Fürst Pückler u. der Graf von Schaffgotsch gemeinschaftlich 3 Curiatstimmen; 36 Mitglieder aus dem Stande der Ritterschaft (30 in S.u. Glatz u. 6 in der Oberlausitz), 30 aus dem Stande der Städte (26 in S.u. Glatz u. 4 in der Oberlausitz) u. 16 aus dem Bauernstande (14 in S.u. Glatz u. 2 in der Oberlausitz). Versammlungsort für den Landtag ist die Hauptstadt: Breslau. In der Provinz S. steht das sechste preußische Armeecorps (Generalcommando: Breslau; 11. Division: Breslau; 12. Division: Neisse). Vgl. Zimmermann, Beiträge zur Beschreibung von S., Brieg 1783–87, 13 Bde.; Sinapius, S. in merkantilisch-geographischer u. statistischer Hinsicht, Sorau 1803–9, 4 Bde.; Fischer, Geographisch-statistisches Handbuch über S., Breslau 1817, 2 Bde.; Görlitz, Geographischstatistisch-technologisch-topographische Beschreibung des Preußischen S., Glogau 1822, 2 Bde.; Morgenbesser, S., ein Handbuch, Bresl. 1828, 2. A. 1833; Krebs, Der Gebirgswanderer im Schlesischen Gebirge, Bresl. 1844; Karten: Engelhardt, Specialkarte der preußischen Provinz S., Berl. 1843, 6 Bl.; Schneider, Specialkarte der Provinz S., Bresl. 1845, 4 Bl.; Weiland, Die Provinz S., Weim. 1846; Ademy, Wandkarte von S., Bresl. 1850, 9 Bl.; v. Carnall, Geognostische Karte von S., Berl. 1844, 2 Bl; Atlas von S., Lpz. 1833 f., 16 Bl. 3) Österreichisch S. (Herzogthum Ober- u. Niederschlesien), Herzogthum u. österreichisches Kronland zwischen Preußisch-S., Galizien, Ungarn u. Mähren, von 93,50 QM., ist derjenige Theil S-s, welcher im Hubertusburger Frieden von 1763 dem Hause Österreich verblieb u. die Herzogthümer Troppau u. Jägerndorf, das Fürstenthum Neisse u. die Minderherrschaften Freudenthal u. Olbersdorf, die Herzogthümer Teschen u. Bielitz u. die Minderherrschaften Freistadt, Friedeck, Oderberg, Deutsch-Leuthen, Dombrau u. Roi umfaßt. Der Bodenbeschaffenheit nach ist das Herzogthum größtentheils bewaldetes Gebirgsland, den Südosten durchzieht der Lissa Hora genannte Theil der Karpaten mit der 4300 Fuß hohen Gigula u. dem 4175 Fuß hohen Großen Baranio, den Nordwesten das Mährische Gesenke mit dem 4820 Fuß hohen Altvater. Die hauptsächlichsten Flüsse des Landes sind die Oder u. Weichsel mit ihren Nebenflüssen: Oppa, Mora, Ostrawitza, Olsa, Bielau, Steina, Biala. Das Klima ist im Allgemeinen rauh, aber gesund. Producte: Getreide, Gemüse, Obst, Flachs, Vieh (bes. Schafe), Bienen; Eisen, Steinkohlen, Blei, Alaun, Vitriol, Blende u. etwas Gold, Mineralquellen sind zu Johannisbrunn, Ustrom u. Karlsbrunnen. Die Einwohner (Ende October 1857: 443,912, also 4747 auf die QM.) sind, mit Ausnahme von 61,872 Lutheranern u. wenigen Reformirten u. 3200 Juden, römische Katholiken (396,843), der Nationalität nach 234,800 Deutsche, 92,300 Mährer u. 131,600 Polen u. wohnen in 26 Städten, 6 Marktflecken u. 669 Dörfern. Sie beschäftigen sich mit Ackerbau u. Vieh- namentlich Schafzucht, Käsebereitung (die Briesenkäse der Karpathen), Bienenzucht, Bergbau, mit Verfertigung von Eisen- u. Holzwaaren, Flachsspinnerei, Leinen- u. Wollenweberei u. der Zubereitung von Waldwolle. Der lebhafte Handel, welcher durch gute Straßen u. die Kaiser-Ferdinands-Nordbahn (Linie Prerau-Mährisch Ostrau mit Zweigbahn Schönbrunn-Troppau) gefördert wird, vertreibt die Landeserzeugnisse, noch bedeutender ist der Commissions- u. Transitohandel mit österreichischen u. ungarischen Weinen, russischen Juchten, Talg, Leinsamen u. Pelzwerk, galizischem Steinsalz, moldauischem Schlachtvieh u. Wiener Modewaaren. Die wissenschaftliche Bildung ist bedacht durch die katholischen Gymnasien zu Teschen u. Troppau, das evangelische Alumnat zu Teschen, eine evangelische Stadt- u. Musterschule zu Bielitz, deutsche Piaristenschulen zu Altwasser, Freudenthal u. Weißwasser, eine Militärknabenerziehungsanstalt zu Troppau. Das Kronland wird eingetheilt in den Stadtbezirk der Landeshauptstadt Troppau u. in 22 Bezirke; es gehört[237] zum Sprengel des Oberlandesgerichts u. der Finanzlandesdirection in Brünn, sowie zu dem der Berghauptmannschaft in Olmütz u. bildet 2 Sprengel von Gerichtshöfen erster Instanz u. 2 Finanzbezirke. In kirchlicher Hinsicht untersteht es für den katholischen Cultus einerseits dem Erzbischof von Olmütz, anderntheils dem Bischof von Breslau u. für den evangelischen Cultus der Superintendentur Augsburgischer Confession zu Brünn. Mit einem Theile des mährischen Kreises Neutitschein ist es zu einem Heeresergänzungsbezirke vereinigt.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 235-238.
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