Hyalith (Mineralogie)

[363] Hyalith (Mineralogie), Art des Opals, die sich tropfsteinartig, trauben- und nierenförmig vorfindet. – Diesen Namen aber führt vornehmlich eine glasähnliche künstliche Masse, welche vom Grafen Boucquoi in Böhmen erfunden wurde. Sie besteht aus mineralischen, metallhaltigen Gegenständen, ist undurchsichtig, dauerhaft und nimmt die feinste Politur an, so daß man aus ihr vorzugsweise Geschirre, die man sonst aus Krystallglas fertigte, fabricirt. Anfangs vermochte der Erfinder dieser Glasart nur die schwarze Farbe zu geben, nach vielen Versuchen aber gelang es ihm, jede, auch die zarteste Färbung, in die Masse zu bringen, und man hat braunen, schwarzen, rothen, rosa, hell- und dunkelblauen H.; auch kann die äußere Fläche vergoldet, ja sogar Gold in die Materie blättchenweise eingesprengt werden. Vasen, Urnen, Schalen, Flacons etc. von Hyalith sind die schönste Zierde eines Putztisches.

V.

Quelle:
Damen Conversations Lexikon, Band 5. [o.O.] 1835, S. 363.
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