Enhuber

[822] Enhuber, Karl von, Maler, geb. 16. Dez. 1811 zu Hof in Bayern, gest. 6. Juli 1867 in München, bildete sich seit 1832 auf der Münch euer Akademie und malte zumeist oberbayrische Bauern. Sein erstes bedeutendes Bild war der Partenkirchener Jahrmarkt mit einem Fleckseifenhändler als Mittelpunkt der gaffenden Menge. Es folgten die Genrebilder: die unterbrochene Kartenpartie (gestochen von Preisel), die versäumte Essenszeit, der ländliche Bildschnitzer und der Gerichtstag (gestochen von Jacquemot). 1860 begann er seine bedeutendste Arbeit, die Illustrationen zu Melchior Meyrs »Geschichten aus dem Ries«, 13 Blätter (sechs davon im städtischen Museum zu Leipzig), die in Photographien verbreitet sind. E. verstand das Volksleben vortrefflich zu schildern und wußte seine Bilder mit schalkhaftem Humor zu erfüllen.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 822.
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