Bogdanōwitsch

[4] Bogdanōwitsch, Hippolyt Fedorowitsch, geb. 1743 in Perewolotschno in Klein-Rußland; wurde 1761 Klassen-Aufseher an der Universität Moskau, 1763 Übersetzer bei dem Stabe des Grafen Panin, 1765 Translateur im auswärtigen Collegium u. 1766 Gesandtschaftssecretär am Kursächsischen Hofe, kehrte 1786 nach Petersburg zurück u. blieb im Civildienst; 1780 wurde er Mitglied u. 1788 Vorsitzender des Reichsarchives, nahm aber 1,95 seine Entlassung, wendete sich in die Stadt Sumy, 1798 aber nach Kursk u. st. 1803 auf seinem Gute bei Kursk. Er dichtete Mehreres: so Duschenka (romantisches Gedicht), 1775; Historische Schilderung Rußlands, Petersb. 1777, 1. Th.; auch einige kleinere Dramen; Werke, Moskau 1809 f., 6 Bde.; 2. Aufl. 1818, 4 Bde.; er übersetzte Vertots Geschichte[4] der Veränderungen in Rom, Petersb. 1771–75, 3 Thle.; u. gab heraus Russische Sprichwörter, ebd. 1785, 3 Bde.; das Journal: Unschuldiger Zeitvertreib, 1763, u. Petersburger Anzeiger, 1778 f.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 3. Altenburg 1857, S. 4-5.
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