Montiren

[431] Montiren (v. fr.), 1) beim Militär, mit neuen Kleidungsstücken (Montirungen) versehen; bei letztern unterscheidet man große Montirungsstücke, die größeren Kleidungsstücke, als: Rock, Beinkleider, Mantel, Weste, Kopfbedeckung u. dgl., u. kleine od. Beimontirungsstücke, als: Hemden, Strümpfe od. Fußlappen, Stiefeln od. Schuhe, Handschuhe, Halsbinde, Mütze etc. Montirung im engern Sinne heißt auch der Uniformrock. Zum Buch- u. Rechnungsführen erhält jeder Soldat ein Montirungsbuch, in welchem die empfangenen Montirungsstücke, namentlich die kleinen, eingetragen u. ihre Tragzeit berechnet wird. Schont er sie, so macht er sichdie ersparten zu Gute, zerreißt er mehr, so wird ihm dies am Solde abgezogen; 2) die Unterlage zu einer Perücke machen.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 11. Altenburg 1860, S. 431.
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