Quintus Smyrnäus

[771] Quintus Smyrnäus od. Q. Calaber, griechischer Dichter aus Smyrna, von unbestimmter Zeit (muthmaßlich im 4. Jahrh. n.Chr.); schrieb ein Heldengedicht als Fortsetzung der Ilias (daher Παραλειπόμενα Ὁμήρου). Den Namen Calaber hat er daher, weil der Cardinal Bessarion das Gedicht in Calabrien im Kloster Cassula bei Otranto fand; zuerst herausgegeben, o. I. u. O. (Vened. 1504 od. 5), von L. Rhodomannus, Hanau 1604 u. 1614; Pauw, Leyd. 1734; von Tychsen, Strasburg 1807; Lehrs, Par. 1847; Köchly, Lpz. 1853; deutsch von Pfarrius, Saarbrück 1830, u. von Platz, Wertheim 1835. Das bekannte Epigramm, welches die 12 Arbeiten des Hercules darstellt, soll auch vom Q. herrühren. Vgl. Tychsen, De Quinti Sm. paralipomenis, Gött. 1783.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 771.
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