Sioux

[137] Sioux (spr. Stuh), 1) großer Hauptstamm der nordamerikanischen Indianer, welcher im Süden der Athabaska-Indianer auf der Westseite des Mississippi sich bis zum Arkansas River u. dem östlichen Abhang der Rocky Mountains entlang bis zum 43° nördl. Breite ausdehnt; sie zerfallen in vier Hauptfamilien: Winnebagoes, eigentliche S., Minetares u. Osages (s.d. a.). Ihre Gesammtzahl wird auf 50–60,000 Seelen geschätzt; vgl. H. R. Schoolcraft, History, condition and prospects of the Indian tribes, Washington 1851 ff., 6 Bde.; 2) eigentliche S. (Nadowessier, Naudowessies), so v.w. Dakotas, s.d.; 3) S. Niver, Fluß im Staate Minnesota, entspringt aus einem kleinen See unter 45°20' nördl. Breite, fließt sudöstlich u. fällt nach einem Lauf von ungefähr 70 Meilen unter 42°30' in den Missouri River; 4) Grafschaft im Staate Iowa, ungefähr 50 QM., im Westen vom Sioux River begrenzt, vom Floyd's River durchflossen. Erst in neuester Zeit organisirt, Hauptort noch nicht bestimmt.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 16. Altenburg 1863, S. 137.
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