Babylonisch-assyrische Altertümer

[135] Babylonisch-assyrische Altertümer, die Reste der assyr.-babylon. Baukunst, Plastik etc., die seit 1843 durch den Franzosen Botta, die Engländer Layard, Smith, Rawlinson, Rassam, die Expedition der deutschen Orientgesellschaft unter Koldewey, die der Amerikaner unter Hilprecht u.a. aus den Ruinenstätten des alten Assyriens, bes. denen von Ninive, und in Babylonien ans Licht gezogen worden sind. Die ausgegrabenen Tempel und Königspaläste sind von riesiger Ausdehnung, auf die Ornamentik (bes. der Säulenkapitäle und die Portale) ist großer Fleiß verwendet, ebenso auf die Ausarbeitung der Hautreliefplatten, die meist den obern Teil der Wände bedecken und Szenen aus Schlachten, Belagerungen, Prunkzügen, dem Jagd- und Stilleben darstellen. Nicht minder sind die Reste von Figuren und Statuen, Metallarbeiten, Ton- und Glasgefäßen, sowie die zahlreichen Inschriften (Keilschriften) von hoher Bedeutung. Hauptwerke: Botta und Flandin (1846-50), Layard (1849), Oppert (1859-63), die Berichte der deutschen und der amerik. Expedition.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 135.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien: