Christlich-soziale Partei

[343] Christlich-soziale Partei, vom Hofprediger Stöcker 1878 in Berlin gegründet zu dem Zweck, das christl. und monarchische Prinzip mit den auf Besserung ihrer ökonomischen Lage gerichteten Bestrebungen der Arbeiter zu verbinden. Auf dem Parteitage zu Eisenach (1895) trennte sich die jüngere, den Sozialismus schärfer betonende Gruppe unter Pfarrer Naumann von der alten Stöckerschen Richtung und gründete den National-sozialen Verein. – Vgl. Stöcker (1890), Naumann (1896). – Auch in Österreich und andern kath. Ländern (Italien, Belgien, Frankreich) gibt es C. P. Sie hat die Majorität im niederösterr. Landtage und im Wiener Gemeinderate.

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Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 343.
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