Soziale Medizin

[638] Soziale Medizin, der Teil der Medizin, der wie die öffentliche Gesundheitspflege das Wohl der Gesamtheit zu fördern sucht, dabei aber, abweichend von dieser, auch die Therapie pflegt. Zur sozialen Medizin rechnet man die Bekämpfung der Tuberkulose mit der Heilstättenbewegung, die Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit, der Gewerbekrankheiten, die Behandlung der Unfallspatienten und der Invaliden auf Grund der sozialen Gesetzgebung, die Schularztfrage, das Hebammenwesen etc. Zeitschrift: »Soziale Medizin und Hygiene« (Hamb., seit 1906).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 638.
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