William Shakespeare

König Heinrich VIII.

Personen

König Heinrich VIII.


Kardinal Wolsey


Kardinal Campejus


Capucius, Botschafter Kaiser Karls V.


Cranmer, Erzbischof von Canterbury


Herzog von Norfolk


Herzog von Buckingham


Herzog von Suffolk


Graf von Surrey


Lord Kämmerer


Sir Thomas Audley, Lord Siegelbewahrer


Gardiner, Bischof von Winchester


Bischof von Lincoln


Lord Abergavenny


Lord Sands


Sir Heinrich Guilford


Sir Thomas Lovell


Sir Anton Denny


Sir Nikolas Vaux


Sir William Sands


Cromwell, Wolseys Diener


Griffith, Marschall der Königin Katharina


Drei Herren vom Hofe


Doktor Butts, Leibarzt des Königs


Garter, Wappenherold


Haushofmeister des Herzogs von Buckingham


Brandon


Sergeant


Türhüter vor dem Saal des Staatsrats


Pförtner


Dessen Knecht[909]


Katharina, Königin von England


Anna Bullen


Eine alte Hofdame


Patienza, Kammerfrau der Königin Katharina


Verschiedene Herren und Flauen vom Hof, als stumme Personen. Weiber im Gefolge der Königin; Geister, die ihr erscheinen. Schreiber, Offiziere, Wachen, Gefolge, Volk usw.


Die Szene ist abwechselnd in London und Westminster; einmal in Kimbolton[910]


Quelle:
William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 3, Berlin: Aufbau, 1975, S. 909-911.
Erstmals ins Deutsche übersetzt von Johann Joachim Eschenburg (1777). Die vorliegende Übersetzung stammt von Wolf Graf Baudissin. Erstdruck: Hamburg (Fr. Perthes) 1818.
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König Heinrich VIII.
König Heinrich VIII. / King Henry VIII.

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»Fanni war noch jung und unschuldigen Herzens. Ich glaubte daher, sie würde an Gamiani nur mit Entsetzen und Abscheu zurückdenken. Ich überhäufte sie mit Liebe und Zärtlichkeit und erwies ihr verschwenderisch die süßesten und berauschendsten Liebkosungen. Zuweilen tötete ich sie fast in wollüstigen Entzückungen, in der Hoffnung, sie würde fortan von keiner anderen Leidenschaft mehr wissen wollen, als von jener natürlichen, die die beiden Geschlechter in den Wonnen der Sinne und der Seele vereint. Aber ach! ich täuschte mich. Fannis Phantasie war geweckt worden – und zur Höhe dieser Phantasie vermochten alle unsere Liebesfreuden sich nicht zu erheben. Nichts kam in Fannis Augen den Verzückungen ihrer Freundin gleich. Unsere glorreichsten Liebestaten schienen ihr kalte Liebkosungen im Vergleich mit den wilden Rasereien, die sie in jener verhängnisvollen Nacht kennen gelernt hatte.«

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