Coppīno

[277] Coppīno, Michele, ital. Gelehrter und Staatsmann, geb. 1. April 1822 zu Alba in Piemont, gest. daselbst 25. Aug. 1901, studierte in Turin Philosophie und Sprachwissenschaft und machte sich 1841 durch Gedichte auf Petrarca bekannt. Er wurde dann Lehrer der italienischen Sprache und Literatur und 1861 Professor an der Universität Turin. Für Alba in die Deputiertenkammer gewählt, war er vom 10. April bis 27. Okt. 1867 unter Rattazzi Minister des öffentlichen Unterrichts und bekleidete dasselbe Amt 1876–78 in dem ersten Kabinett der Linken unter Depretis, das er vom Dezember 1878 bis Juli 1879 zum dritten- und zum viertenmal vom März 1884 bis Februar 1888 innehatte, ohne indes Hervorragendes zu leisten. Seine Schriften sind meist in der »Revista contemporanea« enthalten. Bemerkenswert sind seine »Parole al popolo italiano« (Pinerolo 1848).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 277.
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