Landberg

[96] Landberg, Carlo, Graf von, Arabist, vorzüglicher Kenner der Beduinensprache, geb. 24. März 1848 zu Gotenburg in Schweden, studierte von 1867 an in Upsala, in Italien und in Paris, bereiste von 1872 an zum Studium der arabischen Dialekte den Orient, promovierte 1883 in Leipzig, war von 1888 bis 1893 als diplomatischer Agent und Generalkonsul von Schweden und Norwegen in Kairo tätig und hielt sich auch später wiederholt im mohammedanischen Orient auf. König Humbert von Italien erhob ihn in den erblichen Grafenstand, König Oskar von Schweden verlieh ihm den Titel eines königlichen Kammerherrn. Von seinen Publikationen sind zu nennen : »I öknar och palmlunder« (Stockh. 1881–82); »Proverbes et dictons du peuple arabe« (Bd. 1, Leid. 1883); »Critica arabica«, später nur »Arabica« genannt (das. 1886–98, 5 Tle.); »Études sur les dialectes de l'Arabie méridionale« (Bd. 1 u. 2, Teil 1. das. 1901–05); »La langue arabe et ses dialectes« (das. 1905). Außerdem gab er heraus. »Primeurs arabes« (Leid. 1886–89, 2 Tle.); »'Imâd ed-dîn's Geschichte der Eroberung Syriens und Palästinas durch Saladin« (Bd. 1. das. 1888); »Bâsim le forgeron et Hârûn er-Rachîd« (mit Übersetzung, Bd. 1, das. 1888).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 12. Leipzig 1908, S. 96.
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