Limburger Chronik

[556] Limburger Chronik, ein von dem Notar Tilmann Elhem von Wolfhagen (nicht von Johann Gensbein, der wohl nur ihr Abschreiber Ende des 15. Jahrh. gewesen ist) in deutscher Sprache nach 1402 abgefaßtes, aber nur in Handschriften des 17. Jahrh. überliefertes Geschichtswerk, das 1336 beginnt und 1398 plötzlich abbricht, besitzt einen hohen kulturhistorischen Wert, da es die Persönlichkeiten anschaulich beschreibt, Anekdoten erzählt, Volkslieder enthält, über die Entwickelung des Meistergesangs, die Musik, die Trachten etc. wertvolle Nachrichten bringt. Herausgegeben ward es zuerst unter dem Titel: »Fasti Limpurgenses« von J. F. Faust (Limburg 1617), dann mehrfach, in neuerer Zeit von Rossel im 6. Bande der »Schriften des historischen Vereins für Nassau« (Wiesbaden 1860) und in den »Monumenta Germaniae historica, Deutsche Chroniken«, Bd. 4. Vgl. A. Wyß, Die L. C. untersucht (Marburg 1875).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 12. Leipzig 1908, S. 556.
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