Parte [1]

[467] Parte (Bergparte, Barte), altbergmännische, namentlich im sächsischen Erzgebirge zum Holzbearbeiten wie zur Verteidigung im Gebrauch gewesene beilartige Waffe, mit breitem, oben in eine längere Spitze auslaufenden Blatte, die aber später fast nur noch bei festlichen Aufzügen der Bergleute auf der Schulter getragen wurde. Bei den aus dem 17. und 18. Jahrh. stammenden Parten ist der Stiel (Helm) meist durch eingelegte Arbeiten in Knochen oder Elfenbein mit bildlichen Darstellungen (Christus am Kreuz, betende und arbeitende Bergleute, Landesfürsten, Wappen, bergmännische Wahrzeichen und Sprüche u.a.) mehr oder weniger reich verziert. Der P. ähnlich ist das Häckel mit mehr stockartigem, einfach geschnitztem oder gedrechseltem Helm und erheblich kleinerm, aber oft schön verziertem oder kunstvoll durchbrochenem Blatt aus Eisen, Bronze oder (vergoldetem) Silber; früher oft als Ehrengabe (Ehrenhäckel) verdienten Bergbeamten dargebracht. S. auch Barte.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 15. Leipzig 1908, S. 467.
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