Saint-Julien [2]

[440] Saint-Julien (spr ßäng-schüljäng), 1) (S.-en- Genevois, spr. ang schönöwŭá) Arrondissementshauptstadt im franz. Depart. Obersavoyen, 480 m ü. M., nahe der Schweizer Grenze, an der Aire (Zufluß der Arve) und der Lyoner Bahn, mit Genf durch Dampfstraßenbahn verbunden, hat Schloßruinen, eine Ackerbaukammer und (1901) 986 (als Gemeinde 1432) Einw. – 2) (S.-Beychevelle, spr. bäsch'well') Flecken im franz. Depart. Gironde, Arrond. Lesparre, am linken Ufer der Gironde, an der Eisenbahn Bordeaux-Verdon (Médocbahn), hat berühmten Weinbau (600 Hektar), einen Hafen und (1901) 483 (als Gemeinde 1872) Einw. – 3) (S.-du-Sault, spr. dü ßō) Stadt im franz. Depart. Yonne, Arrond. Joiguy, an der Yonne und der Lyoner Bahn, hat eine Kirche aus dem 13.–14. Jahrh., Reste eines Schlosses der Erzbischöfe von Sens, Brettsägen, Gerberei, Lederfärberei, Weinhandel und (1901) 1285 (als Gemeinde 1727) Einw. – 4) (S.-en-Jarret, spr. ang-scharrä) Stadt im franz. Depart. Loire, Arrond. St. Etienne, 340 m ü. M., am Gier (Zufluß der Rhone), hängt mit dem westlich gelegenen St.-Chamond (s. d.) zusammen, hat Eisenhüttenwerke, Kesselschmieden, Maschinenbau, Fabrikation von Schnüren und (1901) 3580 (als Gemeinde 6976) Einw.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 440.
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