Striegau

[120] Striegau, Kreisstadt im preuß. Regbez. Breslau, am Striegauer Wasser (Nebenfluß der Weistritz), Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Ziegenhals-Raudten, S.-Maltsch und S.-Merzdorf, 223 m ü. M., hat eine evangelische und eine große gotische kath. Kirche, ein Denkmal Kaiser Wilhelms I., ein Realgymnasium, eine evangelische und eine kath. Präparandenanstalt, ein evangelisches und ein kath. Kinderheim, eine Strafanstalt (im ehemaligen Karmeliterkloster), ein Amtsgericht, eine Reichsbanknebenstelle, bedeutende Granit- und Basaltbrüche, Granitschleiferei, Kartonnagen-, Zigarren-, Peitschen-, Stuhl-, Maschinen-, Malz- und Lederfabrikation und (1905) 13,427 Einw., davon 4783 Katholiken und 100 Juden. Nahebei die Striegauer Berge mit dem Breiteberg (340 m) und dem zweispitzigen Kreuz- und Georgenberg (352 m). Auf dem Kreuzberge ein riesiges Kreuz zur Erinnerung an die Schlacht bei Hohenfriedeberg (s. d.), das 7 km entfernt liegt; die Schlacht wird auch nach S. benannt. S. erhielt 1242 deutsches Stadtrecht.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 19. Leipzig 1909, S. 120.
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