Tarquinĭi

[328] Tarquinĭi, im Altertum die ansehnlichste, durch ihre Kunstübung und Religionspflege berühmte Stadt Etruriens, lag auf einem Hügel am Flusse Marta. Durch die Kriege mit Rom im 4. Jahrh. v. Chr. kam sie herab und mußte nach dem zweiten Samniterkrieg eine römische Kolonie aufnehmen. Ihre Zerstörung geschah durch die Sarazenen. Ihre Ruinen finden sich auf dem Hügel Turchina bei Corneto, namentlich die griechischen Einfluß verratende Nekropole, deren Aufdeckung die Museen Europas mit den herrlichsten Vasen und andern Kunstwerken gefüllt hat.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 19. Leipzig 1909, S. 328.
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