Windsheim

[670] Windsheim, Stadt im bayr. Regbez. Mittelfranken, Bezirksamt Uffenheim, an der Aisch. Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Neustadt a. Aisch-W. und Steinach-W., 327 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, ein Schloß. ein schönes Rathaus, ein Progymnasium, ein Pfarrtöchterheim (im ehemaligen Augustinerkloster), Amtsgericht, Gipsfabrikation, Bierbrauerei, Hopfen- und Weinbau, eine Mineralquelle, ein Solbad und (1905) 3574 Einw., davon 224 Katholiken und 111 Juden. – W., zuerst 823 erwähnt, war um 1000 Stadt, wurde 1360 Reichsstadt, kam 1802 an Bayern, 1804 an Preußen, war 1806–10 französisch und fiel 1810 an Bayern zurück. Im Dreißigjährigen Kriege wurde W. durch Wrangel belagert und 3. März 1648 erobert.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 20. Leipzig 1909, S. 670.
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