Zweidrittel

[1036] Zweidrittel, in Norddeutschland die Vertreter des Reichsguldens nach dem Zinnaer Münzfuße von 1667 (Guldener), 153/4 aus der seinen Mark, aber nicht dauernd im Verkehr. Dagegen blieben die neuen Z. (Abkürzung Thu. 2/3) nach dem Leipziger Münzfuße von 1690 als 2/3 Reichs- oder 1/2 Speziestaler = 2,3685 Mk. letzter Talerwährung sehr lange gangbar, zuletzt in Westfalen 1808–13 mit 216 und 286, in Mecklenburg-Schwerin 1830–48 (neue 2/3) mit 284, für Lauenburg 1830–50 mit 216, in Hannover 1834 bis 1839 mit 286 Grän Feinheit geprägt und in andern Staaten meistens Gulden genannt. Es kamen auf ein Z. 16 gute Groschen oder 60 Kreuzer oder 2 lübische Mark.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 20. Leipzig 1909, S. 1036.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika