Gisĕla

[367] Gisĕla (Gisila), 1) Tochter Karls des Einfältigen, Gemahlin des Herzogs Rollo von Normandie; sie starb um 919 an den Folgen der Mißhandlungen ihres Gemahls. 2) G., Tochter des Herzogs Hermann von Schwaben u. Gerbergens von Burgund; an den Markgrafen Ernst von Österreich, Herzog von Schwaben, vermählt; führte nach dessen Tode 1015 die Vormundschaft über ihren Sohn, Herzog Ernst II. von Schwaben, heirathete nachher den Grafen Bruno von Braunschweig, dem sie den Grafen Ludolf gebar, u. wurde nach Brunos Tode von ihrem Verwandten, Konrad II. dem Salier, gewaltsam entführt; sie st. 1049. 3) G., Tochter des Königs Konrad von Burgund, Schwester des Kaisers Heinrich II., der sie an König Stephan I. von Ungarn verheirathete; nach dem Tode Stephans beherrschte sie dessen Nachfolger Peter, ihren Neffen, s.u. Ungarn (Gesch.).

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 367.
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