Guldin

[774] Guldin, Paul, geb. 1577 in St. Gallen, von protestantischen Eltern; trat in den Jesuitenorden u. st. 1643 in Grätz; er schr.: Refutatio elenchi calendarii Gregoriani a Setho Calvisio conscripti, Mainz 1616; De motu terrae ex mutatione centri gravitatis ipsius proveniente, ebd. 1622; De discrepantia in numero ac denominatione dierum etc., Wien 1635–42, 2 Bde. Fol. Nach ihm ist benannt Guldins Regel: der Inhalt von Flächen od. Körpern, die durch Drehung einer Linie od. Figur um eine Achse entstanden gedacht werden, läßt sich durch das Product aus der erzeugenden Größe (Linie od. Fläche) in den Abstand ihres Schwerpunktes von der Achse berechnen. Schon früher, 1588, findet sie sich bei Pappus am Ende der Vorrede zum 7. Buche.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 774.
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