Habichtseule

[829] Habichtseule (Langschwänzige Eule, Surnia Dum.), Untergattung der Raubvögel, ohne Federbusch u. ohne vertiefte Ohrmuschel, mit eiförmiger Ohröffnung, undeutlichem Schleier, Kopf dünner, Zehen befiedert, fliegen mehr bei Tage als bei Nacht; bilden den Übergang zu den Falken; Arten: a) Gemeiner H. (Surnia uralensis s. liturata s. macroura), 26 Zoll lang, oben aschgrau, unten weißlich, beide mit dunkelbraunen Flecken, Schwanz lang, mittelste Federn 104 Zoll lang, Fänge sehr lang, gefranzt; in Gebirgswäldern im nördlichen Asien u. östlichen Europa bis Schlesien, Böhmen u. Österreich; Eier weiß; frißt Mäuse u. Vögel; Nest in Steinklüften u. hohlen Bäumen; b) Sperbereule (Surnia nisoria Wolf; Strix fu nerea L., Gmel.), 16–17 Zoll lang, 31–32 Zoll breit, oben dunkelbraun, weiß gefleckt, unten weißbraun gestreift, Schwanz 6 Zoll lang, keilförmig; kommt auf dem Zuge aus dem Norden auch nach Deutschland; nistet auf Bäumen, legt zwei weiße Eier.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 829.
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