Hooft

[524] Hooft (spr. Hohft), Pieter Corneliszoon, geb. 1581 in Amsterdam; Sohn des Bürgermeisters Cornelis H., der sich 1587 Leicesters Tyrannei widersetzte; studirte in Leyden, machte eine Reise nach Italien, welche für seine Bildung entscheidend wurde, lebte nach seiner Rückkehr 1601–09 in Amsterdam, wurde 1809–47 Drost zu Muiden u. Richter zu Gooland u. vertrauter Freund von Hugo Grotius; er st. 1647 u. schr.: Het leven van Koning Hendrik IV., ebd. 1626, Fol., 1638, 1652; De Nederlandsche Historien. ebd. 1642 u. 54, Fol.; Geschichte des Hauses Medici, ebd. 1649, u. Belgiens, ebd. 1642 u. 1654; Niederländische Geschichte (von 1556–87), ebd. 1642–54, neuste Ausg. 1820–23; die Trauerspiele: Gerhard de Velsen, Baete u. das Urtheil des Paris, mit andern Gedichten gesammelt, Amst. 1636. H. gilt mit Recht für den Schöpfer der reineren holländischen Mundart, sowohl in Poesie als in Prosa.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 8. Altenburg 1859, S. 524.
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