Piephacke

[123] Piephacke, mehr od. weniger große Geschwulst auf der Spitze des Sprunggelenks bei Pferden, eigentlich eine unvollkommene Balggeschwulst, aus einem Erguß wässeriger Feuchtigkeit unter der Haut bestehend, zuweilen kalt u. hart, zuweilen warm u. schwappend; wird sie groß u. verhärtet, so hindert sie die Bewegung des Gelenks. Sie entsteht am häufigsten durch Reiben der Füße gegen einander, auch durch Stoßen u. Schlagen der Pferde unter sich. Entzünden sie sich, so dient öfteres Waschen mit Bleiwasser, grüner Seife od. Campherspiritus; sind sie kalt u. unempfindlich, so nützen reizende Einreibungen mit Terpentinöl, Pottasche u. grüner Seife; enthalten sie einen gefüllten Sack, so durchpickt man die Haut mit einer Fliete u. reibt dann Campherspiritus mit Cantharidentinctur ein. Veraltete P-n werden mit dem glühenden Eisen vertilgt. Die homöopathische Behandlung ist wie beim Spath.

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Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 123.
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