Pieper

[123] Pieper (Anthus Bechst.), Gattung aus der Familie der Singvögel, geschieden aus der Gattung Alauda L.; Schnabel dünn, pfriemenförmig, vorn leicht ausgeschnitten, unten etwas eingebogen, Nasenlöcher unbedeckt, eirund, liegen in einer Erhöhung, Hinternagel sehr lang, Schwanz ausgeschnitten, die zwei mittelen Federn am kürzesten, Brust gefleckt, Kralle der Hinterzehe lang, wie bei den Lerchen, den Lerchen u. Bachstelzen nahe stehend; laufen auf der Erde, einige sitzen auf Bäumen, fressen Insecten (auch Weinbeeren), piepen, singen zum Theil; Arten: a) Baumpieper (Spitz-, Baum-, Pieplerche, A. arboreus Bechst., Alauda trivialis Gmel.), graugrün, Kehle ungefleckt, Brust rostgelb, schwärzlich gefleckt, Schwanzfedern schwärzlich, äußerste halbweiß, Flügel weißlich gestreift; Länge 51/2 Zoll; er ähnelt der Bachstelze; piept nicht unangenehm; Zugvogel, in Europa; frißt Insecten, Gesäme; wohlschmeckend angenehm. b) Brachpieper (Brachlerche, Feldbachstelze, A. campestris Bechst., A. rufescens Temm.), oben graubraun, schwärzlich gefleckt, Bauch gelblich weiß, grau gestrichelt, über den Augen weißen Strich, Schwanz braun, Schaft der äußeren Schwanzfedern ganz weiß, Nagel der Hinterzehe kürzer als diese; Länge 61 Zoll; in sandigen, hohen Gegenden; frißt Insecten; fett wohlschmeckend. c) Wiesenpieper (Gryllenlerche, Zipplerche, A. pratensis), oben olivenbraun, unten weißlich, Brust u. Seiten braunfleckig, Augenbrauen weiß; auf feuchten, überschwemmten Wiesen, nistet in Schilf; in Südfrankreich, sehr fett, u. dann als Beccasigue (Vinette) sehr gern gegessen. d) Wasserpieper (A. aquaticus, Alauda spinoletta), auf Bergen im Sommer, im Winter an Gewässern. e) Richardspieper (A. Richardi;) in den Pyrenäen.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 123.
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