Schicht [2]

[148] Schicht, Johann Gottfried, geb. 29. Sept. 1753 Reichenau bei Zittau, wo sein Vater Leinweber u. Choradjuvant war; studirte seit 1776 in Leipzig die Rechte, widmete sich aber bald ganz der Musik u. wurde 1785 Musikdirector beim Großen Concert u. Organist an der Neukirche in Leipzig, 1819 als Seb. Bachs Nachfolger Cantor an der Thomasschule u. st. 23. Febr. 1823. S. war Meister in der Composition der Arie u. Motette, unter seinen Kirchenmusiken zeichnen sich aus: die Cantaten Preis der Dichtkunst u. Häusliches Glück, die Oratorien Die Feier des Christen auf Golgatha, Die Gesetzgebung auf Sinai u. Das Ende des Gerechten (Text von Rochlitz), so wie viele Motetten. Er gab heraus: Allgemeines Choralbuch, Lpz. 1819, 3 Bde. (unter den 1285 Melodien sind 306 von ihm gesetzt); u. schr.: Grundregeln der Harmonie, Lpz. 1812.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 148.
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