Schilling von Canstadt

[189] Schilling von Canstadt, ein altes stiftsfähiges, zu den ehemaligen reichsritterschaftlichen Cantonen in Schwaben gehöriges Geschlecht, welches dir württembergische Stadt Canstadt am Neckar zu seinem Stammhaus hat u. sich von da nach Liv- u. Kurland verbreitet hat. Heinrich Schilling (lebte um 1260) erwarb von dem letzten schwäbischen Herzoge Konradin das Erbschenkenamt, welches 1528 der Familie für ewige Zeiten bestätigt wurde; seit dem 17. Jahrh. theilte sie sich in die zwei noch blühenden Linien zu Thalséne u. zu Ober-Wössingen, deren jetzige Chefs sind: 1) Freiherr Wilhelm, geb. 1796, ist badenscher Hauptmann à la suite; 2) Freiherr Ferdinand Friedrich, geb. 1795, ist würtembergischer Oberst u. Commandant des 2. Infanterieregiments.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 189.
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