Pfau

[185] Pfau, die Zierde unserer Hühnerhöfe, stammt aus Ostindien und war schon bei den Griechen und Römern wegen seines Federschmucks beliebt. Letztere hatten auf ihren Villen besondere Gebäude für die P. und hielten deren Fleisch für einen Leckerbissen. In dem Zimmer einer vornehmen Römerin durfte der Pfauenwedel nicht fehlen. Er diente theils zum kühlenden Fächeln, was in der Regel schöne Knaben verrichteten, oder zum Verscheuchen der Fliegen. Der Pfau gilt als Attribut der Juno, allegorisch ist er das Sinnbild der Hoffahrt. Der Pfaufasan, welcher an Federpracht alle andere Arten übertreffen soll, wird auf der Insel Sumatra und in einigen südl. Gegenden Asiens nur wild angetroffen; sein Fleisch gilt dort für die größte Delikatesse.

Quelle:
Damen Conversations Lexikon, Band 8. [o.O.] 1837, S. 185.
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