Thymus

[519] Thymus Tourn. (Thymian, Quendel), Gattung der Labiaten, Halbsträucher oder kleine Sträucher mit kleinen, ganzrandigen, gegenständigen Blättern, meist wenigblütigen Scheinwirteln, die bald entfernt voneinander und achselständig, bald zu endständigen, dichten oder lockern Ähren oder Köpfchen zusammengedrängt sind, und meist rötlichen Blüten. Etwa 35 Arten in der Alten Welt, besonders in den Mittelmeerländern. T. Serpyllum L, (Feldthymian, Feldkümmel, Feld-, Hühnerpolei, Quendel), in Europa, Nord- und Mittelasien und in Nordafrika, kleiner Halbstrauch mit niederliegendem, verästeltem Stengel, linealischen oder elliptischen, meist drüsig punktierten und am Grunde borstig gewimperten Blättern und blaß purpurroten Blüten, variiert stark in Behaarung und Blattform, riecht, besonders gerieben, angenehm gewürzig und liefert ein ätherisches Öl (bis 0,4 Proz.). Das Kraut wird arzneilich benutzt. T. vulgaris L. (Gartenthymian, römischer Quendel, Kümmerlingskram), ein niedriger Halbstrauch in Südeuropa, in Deutschland und noch in Norwegen häufig in den Gärten zum Küchengebrauch und der Bienen wegen kultiviert, hat einen aufsteigenden, ästigen Stengel, linealisch-lanzettliche bis länglich-eiförmige, drüsig punktierte, sehr kurz behaarte oder kahle, am Rand umgerollte Blätter und weißliche oder rötliche Blüten in ährig bis kopfig zusammengerückten Scheinquirlen. Das Kraut enthält ätherisches Öl (bis 0,5 Proz.) und wird arzneilich benutzt.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 19. Leipzig 1909, S. 519.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika