Hasselbach, Frl. Anna

[317] *Hasselbach, Frl. Anna, Strassburg, St. Johannisstaden 7, wurde am 31. Dezember 1854 zu Eimbeck, Hannover, als die Tochter eines damals hannöverschen Lieutenants geboren und verlebte ihre Jugend im Elternhause; doch fielen durch das Kriegsjahr 1866, das den hannöverschen Offizier in einen preussischen Beamten umwandelte, und die Jahre 1870–71 grosse Eindrücke in ihre Kinder- und Jugendjahre. Im Jahre 1873 erfolgte die Versetzung der Familie nach Metz und einige Jahre später die Übersiedelung derselben nach Strassburg im Elsass. Hier war es besonders der verstorbene Oberpräsident Eduard von Möller, der Anna H. in seinen näheren Kreis zog, ihren Blick für politische und soziale Fragen erweiterte und schliesslich einen längeren Aufenthalt in München veranlasste, um der Dichterin die grossen Eindrücke der Kunst und der Kultur zugänglich zu machen. Später war es der Statthalter der Reichslande, nachmaliger Reichskanzler Fürst Hohenlohe-Schillingsfürst, der sich für die bei grossen patriotischen Festen gesprochenen Verse der Dichterin erwärmte und sie durch andauernde Teilnahme zu immer neuer litterarischen Produktion anfeuerte. Doch liegt letztere erst in ihrem kleinsten Teile in Buchform vor. »Lianens Roman« erschien im Zeitungsvertrieb von Kappler & Richter, München. A. H. ist Mitarbeiterin vieler Zeitschriften, Tagesblätter und Anthologieen.

‒ Der stille Doktor. Nov.

‒ Froufrou. Nov.

‒ Gedichte.

‒ J. Chaos. Rom.

‒ Lianens Roman.

‒ Ver sacrum. Gesammelte Nov. 8. (106) Strassburg 1895, J. H. E. Heitz. n 2.–[317]

Quelle:
Pataky, Sophie: Lexikon deutscher Frauen der Feder Bd. 1. Berlin, 1898., S. 317-318.
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