Buttermilch

[514] Buttermilch, die nach dem Buttern zurückbleibende Flüssigkeit, enthält Milchzucker, noch einige butterige u. käsige Theile, so wie etwas unter der Entmischung der Milch gebildete Essigsäure, die ihr einen säuerlichen Geschmack gibt. Sie ist eins der erquickendsten Getränke im Sommer u. auch Kranken meist zuträglich; sie dient auch statt der Hefen zum Brodbacken; auch gibt sie, zu Molken gekocht, solches durch grobes Leinen gereinigt u. im Schatten getrocknet, den Buttermilchessig, der bes. auf den Alpen verfertigt wird; die festen Stücken werden beim Gebrauch mit Wasser aufgelöst.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 3. Altenburg 1857, S. 514.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien: