Makak

[756] Makak (Macaco od. Macacus Cuv.) Geschlecht der Affen; den Meerkatzen verwandt, mit dem Gebiß der Schlankaffen, mit Backentaschen u. Gesäßschwielen, doch mit dickern u. kürzern Gliedern, mehr hervorspringender Schnauze u. hervorstehenderem knochigem Augenbogen, u. einem Kehlsacke, der unterhalb des Schildknorpels mit dem Kehlkopfe communicirt u. sich aufbläht, wenn sie schreien; herabhängendem, schlappem Schwanze. Sie gebären schon frühzeitig, sind aber vor dem 4. bis 5. Jahre nicht ausgewachsen. Ihre Schwangerschaft dauert 7 Monate u. ihre Weibchen zeigen oft, wenn sie läufisch sind, eine ungeheuere Auftreibung der Hintertheile. Die meisten kommen aus Indien u. sind gelehrig in der Jugend, wild im Alter. Arten: a) Gemeine Meerkatze (Macako, M. cynomolgus u. M. cynocephalus), 11/2 Fuß lang, oben grünlich, unten gelblich od. weißlich, Ohren u. Hände schwarz, auf der Stirn u. an den Backen schwarze Haarbüschel, wird am häufigsten u. zwar unter dem Namen Laponderasse (soll heißen Lappländer Affen) nach Europa gebracht, thut in Java auf den Feldern u. Pflanzungen großen Schaden; b) Aigrette (Tiäkko, M. aigula), wohl nur Abart der Vor.; c) Hutaffe (Chinesische Mütze, Rillau, M. sinicus), eben so groß, oben hellbraun, unten weiß, im Gesicht fleischfarbig, die Scheitelhaare groß, allerseits herunterhängend; aus Bengalen u. Ceylon; d) Wanderou (Wanderau, Nilbandar, M. silenus u. M. leoninus), schwarz, Bart weißlich, Mähne aschgrau, gutmüthige, gelehrige, possierliche Thiere; aus Ceylon; e) Rhesus (M. Rh., Inuus erythraeus), graulich, am Kopf u. Unterrücken gelb, Gesicht fleischfarbig, Gesäßschwielen blutroth; aus Bengalen; f) Maimon (Schweinschwanzaffe Bruh, M. nemestrinus, Inuus n.), 2 Fuß lang röthlich, auf dem Rücken braun, schwarzer Rückenstreif, der Schwanz ist, wie beim Schweine, gedreht; ist gelehrig, dient beim Abnehmen der Cocusnüsse; lebt auf Java, Sumatra, auch in Japan.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 10. Altenburg 1860, S. 756.
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