Porre

[367] Porre (Porelauch, Porro, Allium porrum), Lauch, wächst in der Schweiz u. Südeuropa auf Äckern, in Wäldern u. Weinbergen wild u. wird bei uns häufig in Gärten als Küchengewächs cultivirt. Die Zwiebeln sind länglich, häutig, weiß; den Samen, welcher seine Keimfähigkeit 2 Jahre behält, säet man im April in ein sonnig gelegenes, leichtes, fettes Land, versetzt dann die Pflanzen reihenweis in ein gutes, lockeres, etwas feuchtes, im Herbst vorher gedüngtes Land, jede Pflanze 6–8 Zoll von einander, u. begießt u. behackt sie öfters. Im Winter kann man den P. im Lande stehen lassen. Man unterscheidet Winter- od. kurzen u. Sommer- od. langen P., letzter ist zarter, aber empfindlicher gegen die Kälte u. muß im Herbst aus der Erde genommen werden. Es gibt mehre Varietäten, von denen der monströse oft die Stärke eines Armes erreicht u. schön weiß u. sehr wohlschmeckend ist. Den Perllauch mit kleinen, weißen, glänzenden Zwiebeln (Perlzwiebeln), welche die Größe einer Linse od. Erbse u. zuweilen die von Haselnüssen erreichen u. angenehmen Geschmack haben, erlangt man, wenn man die Stängel abschneidet, worauf sich die Zwiebeln erzeugen. Diese nimmt man, wenn die Blätter trocken werden, ab u. pflanzt sie Ende September jede 6 Zoll von einander.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 367.
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